Logo-Entwurf für Frank Nimsgerns RING

Wagnerianisches für die jüngere Generation:

Frank Nimsgerns RING an der Bonner Oper

Erste Einblicke in das neue Musical



Zur Pressekonferenz mit dem Thema "DER RING" hatte das Theater Bonn am 09.10.2006 in sein am Rhein gelegenes Opernhaus geladen, um erste Eindrücke von Frank Nimsgerns neuem Musical zu präsentieren.

Den Einstieg machte eine musikalische Kostprobe mit dem Titel "Macht". Im fertigen Musical ist dies ein Lied des Zwergen Alberich; bei der Pressekonferenz wurde es zu einem Playback von niemand Geringerem als Aino Laos dargeboten, und Frank Nimsgern ließ es sich nicht nehmen, zusätzlich in die Gitarrensaiten zu greifen. Im Verlauf der Veranstaltung bekamen die Medienvertreter noch zwei weitere Titel zu hören: zu Frank Nimsgerns Pianobegleitung die Ballade "Laß uns Erinnerung sein", die im Stück den Abschied von Wotan und Brunhild besiegeln wird, und - wieder mit zusätzlichem Playback - die Schlußnummer (nach jetzigem Stand) "Sei der Spieler".
Den zahlreichen Nimsgern-Fans unter unseren Lesern sei schon an dieser Stelle gesagt: Wer Frank Nimsgerns bisherige Musicals mochte, für den wird DER RING wohl ein Muß werden! Bereits der erste Vorgeschmack auf das Musical, das zur Zeit zu etwa 85 % fertig ist, hatte das, was Frank Nimsgerns Projekte vor allem ausmacht: packende Musik in seinem unverkennbaren Stil, die gleich beim ersten Hören im Ohr haften bleibt!

Neben den erwähnten musikalischen Einlagen gab es natürlich eine Reihe interessanter Informationen. Dazu trugen neben den bereits Erwähnten Intendant Klaus Weise, Librettist Daniel Call, Jens Neundorf von Enzberg (Chefdramaturg des Bonner Musiktheaters) und Joachim Fiedler (Kaufmännischer Direktor) bei.

DER RING ist das erste Musical über Wagners "Ring des Nibelungen". "Das Musical erzählt auf seine Art von Aufstieg, Blüte und Verfall, von Macht und Liebe", so Intendant Klaus Weise. Das Musical soll dabei nicht nur Sagen- und Wagner-Anhänger ansprechen, sondern auch Freunde verwandter Bearbeitungen der Thematik - genannt seien Tolkiens "Der Herr der Ringe" oder der Film "Matrix" - gehören zum Zielpublikum.

Konzeption, Musik und Musikalische Leitung sind in Frank Nimsgerns bewährter Hand. Daß das Theater Bonn mit ihm eine vielversprechende Kooperation eingegangen ist, beweisen alleine 1,4 Mio. verkaufter Tickets für seine Shows. Musicals wie "Paradise of Pain", "SnoWhite" oder "POE" sind wohl den meisten unserer Leser ein guter Begriff.

Librettist Daniel Call, Jahrgang '67, gehört laut Klaus Weise zu den "erfolgreichsten und produktivsten deutschen Theaterschreibern seiner Generation". In der Theatersaison 1996/'97 trat Newcomer Daniel Call mit gleich drei Produktionen auf die Theater-Spielpläne und hat sich seitdem weiter profilieren können.

Frank Nimsgern und Daniel Call bedienen sich eines Mythos, der in ihrer Umsetzung ein breites Publikum ansprechen soll. Vor allem sollen auch Leute an das Thema herangeführt werden, die sich eine stundenlange Wagner-Inszenierung nicht ungedingt anschauen würden. Sie bekommen die Thematik im Musical DER RING in leichter Form, die auch Humor nicht ausschließt, serviert. Nimsgern, der sich selbst als "größter Wagnerianer überhaupt" bezeichnet und sein Librettist Call setzen sich in ihrer Produktion bewußt von "Teutonischem" ab. Die Handlung wird im Wesentlichen auf vier Hauptcharaktere beschränkt: Zwergenkönig Alberich, Walküre Brunhild, Windgott Wotan und Siegfried von Xanten.

Musikalisch wird das Stück ein echter Nimsgern; da muß man keine Befürchtungen haben, auch wenn DER RING ein Auftragswerk ist: Er wird mit einer gewohnt exzellenten Band plus zusätzlichen Einspielungen, die vergessen lassen, daß nicht ein ganzes Symphonieorchester im Graben sitzt, den nötigen "Druck" im Sound liefern - da ist Wagner mit seinen bombastischen Orchestrierungen ein erklärtes Vorbild. Die Songs der Produktion enthalten eine Reihe von Wagner-Zitaten, die Nimsgern als Hommage an den großen Meister betrachtet. Wagner-Freunde werden also einige Motive wiedererkennen und verstehen, aber auch ohne Wagners "Ring des Nibelungen" zu kennen, wird dem Publikum Nimsgerns kraftgeladene Musik etwas sagen.

Die Besetzung wird eine Mischung aus Sängern und Tänzern der Oper Bonn (zum überwiegenden Teil) und einigen Musicalspezialisten sein. (Letztere werden wir sobald wie möglich auf Musicals Unlimited bekanntgeben.)

Das Auftragswerk des Theaters Bonn ist eine zusätzliche, siebte Produktion für die Spielzeit 2007/2008 und eine besonders passende für Bonn dazu: "Es gibt keinen besseren Ort, als den RING an dieser Oper zu machen. Man ist hier sozusagen am Geschehen. Ich finde das wunderbar." (Zitat: Frank Nimsgern) 
 
Für die erste Spielzeit von DER RING sind 25 Termine angesetzt; eine Wiederaufnahme ist geplant, und nach Möglichkeit soll das Stück später auch in der Sommerpause des Theaters gespielt werden. Bereits jetzt stehen folgende elf Termine fest:

- Sonntag, 16.12.2007 (Premiere) - Samstag, 02.02.2008
- Freitag, 21.12.2007 - Sonntag, 03.02.2008
- Freitag, 28.12.2007 - Sonntag, 10.02.2008
- Mittwoch, 09.01.2008 - Dienstag, 04.03.2008
- Donnerstag, 24.01.2008 - Donnerstag, 06.03.2008
- Samstag, 26.01.2008

Für diese Termine hat der Vorverkauf bereits begonnen! Die Preise liegen für die Premiere zwischen 29,70 ¤ und 78,10 ¤, bei allen anderen Vorstellungen zwischen 18,70 ¤ und 53,90 ¤. Alle Preise verstehen sich inklusive der Gebühren; alle bekannten Ermäßigungen sind gültig. Weitere Informationen zum Ticketkauf gibt es unter www.theater-bonn.de.





Gewinnspiel


Speziell zur ersten Präsentation von DER RING kann Musicals Unlimited zwei Exemplare von Frank Nimsgerns CD "Musicalworks Vol. 1" verlosen. Wer eine der beiden CDs gewinnen möchte, sende bitte bis zum 19.10.2006 eine E-Mail mit der genauen Anschrift und der richtigen Antwort zur nachfolgenden Quiz-Frage an uns. Bei mehr als zwei richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Frage: Wie heißen die vier Hauptcharaktere in Frank Nimsgerns Musical DER RING?


Claudia Bauer-Püschel

(12.10.2006)